Warum wir uns klein machen, bevor wir überhaupt beginnen
Und was wirklich hinter dem Gedanken „Ich bin nicht gut genug“ steckt
Am vorletzten Wochenende gab es einen Moment, der hängen geblieben ist.
Noch bevor der Wettkampf überhaupt begonnen hatte, fiel ein Satz:
„Das wird richtig schlecht.“
„Ich kann das nicht gut.“
„Ich bin nicht gut genug dafür.“
Und während diese Worte ausgesprochen wurden, war etwas sofort spürbar.
Nicht im Außen sondern im Körper der Frau.
Anspannung, Druck und Stress – noch bevor überhaupt etwas passiert ist.
Warum wir uns selbst runterstufen
Im Gespräch wurde klar:
Das war kein Zufall.
Es war ganz bewusst von ihr…
„Damit niemand zu viel erwartet.“
Eigentlich meinte sie: „Damit ich selbst nicht enttäuscht werde.“
Und genau hier liegt etwas, das viele kennen – aber selten so klar sehen:
Das ist kein Mindset-Problem. Das ist Selbstschutz.
Der Preis dieses Schutzes
Dieser Mechanismus ist verständlich.
Wenn Erwartungen niedrig sind, kann man nicht scheitern.
Wenn man sich selbst klein macht, kann niemand anderes es tun.
Kurzfristig fühlt sich das sicher an.
Langfristig passiert etwas anderes:
Man nimmt sich selbst die Möglichkeit, zu wachsen.
Sich zu zeigen.
Über sich hinauszugehen. Und das ist so traurig.
Denn es geht ja nicht darum, dass es nicht möglich wäre sondern es wird vorher schon stark begrenzt.
Was im Körper passiert
Dieser Schutz ist nicht nur ein Gedanke.
Er ist eine körperliche Reaktion.
Das Nervensystem versucht, Kontrolle herzustellen.
Es reduziert Erwartungen, um möglichen Schmerz zu vermeiden.
Doch genau dadurch entsteht Spannung.
Der Körper geht in Alarm,
obwohl noch nichts passiert ist.
Und genau hier zeigt sich:
Selbstführung beginnt nicht im Denken sondern im Wahrnehmen.
Der Moment, der oft übersehen wird
Zwischen „Ich habe Angst“
und „Ich mache mich klein“
gibt es einen entscheidenden Moment.
Ein Moment, in dem man wählen könnte:
Bleibe ich bei mir?
Oder schütze ich mich, indem ich mich zurücknehme?
Viele überspringen genau diesen Moment.
Weil er unbequem und ehrlich ist.
Mut sieht oft anders aus, als wir denken
Ein Satz aus meinem Buch bringt es auf den Punkt:
„Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, mit der Angst zu sitzen – ohne vor ihr wegzulaufen.“
Das verändert die Perspektive.
Es geht nicht darum, keine Angst mehr zu haben.
Sondern darum, sich nicht mehr von ihr steuern zu lassen.
Was wir wirklich suchen
Viele glauben, sie brauchen:
mehr Wissen
mehr Strategien
mehr Optimierung
Doch was wirklich gesucht wird, ist oft etwas anderes:
Ein Raum, in dem man sein darf.
Ohne Bewertung.
Ohne Druck.
Ohne sich kleiner machen zu müssen.
Fazit: Der ehrliche Blick nach innen
Vielleicht ist die wichtigste Frage nicht:
Bin ich gut genug?
Sondern:
Wo halte ich mich klein, nur damit ich nicht enttäuscht werden kann?
Und was würde passieren,
wenn genau dort etwas mehr Ehrlichkeit entsteht?
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