Warum so viele Frauen ihren eigenen Körper bekämpfen und wie wir damit aufhören
Es ist kein Satz, den man laut sagt.
Aber viele Frauen haben ihn gedacht.
„Es wäre einfacher, ein Mann zu sein.“
Kein Zyklus. Keine hormonellen Schwankungen. Keine monatliche Verletzlichkeit. Kein inneres Auf und Ab.
Als meine erste Periode kam, fühlte ich mich nicht kraftvoll.
Ich fühlte mich kompliziert.
Unpraktisch. Zu sensibel. Zu viel.
Und irgendwann begann ich etwas Gefährliches: Ich fing an, meinen Körper zu korrigieren.
Nicht so müde sein.
Nicht so emotional.
Nicht so zyklisch.
Nicht so weich.
Viele Frauen werden genau darin gut.
Im Funktionieren.
Im Durchhalten.
Im Konstanthalten.
Doch was wir dabei verlieren, ist Verbindung.
Wenn wir unseren Zyklus bekämpfen, bekämpfen wir uns selbst
Der weibliche Körper ist nicht linear.
Er ist rhythmisch.
Und ein rhythmischer Körper passt nicht perfekt in eine leistungsorientierte Welt.
Also lernen wir, uns anzupassen.
Wir trinken Kaffee gegen Müdigkeit.
Wir ignorieren Rückzugsbedürfnisse.
Wir planen gegen unseren natürlichen Rhythmus.
Und wundern uns, warum wir erschöpft sind.
Selbstliebe beginnt nicht im Spiegel, sondern im Nervensystem
Viele glauben, Selbstliebe sei ein Gefühl.
Doch oft ist sie eine Regulation.
Wenn dein Nervensystem permanent im Leistungsmodus ist, fühlt sich dein eigener Körper wie ein Störfaktor an.
Selbstregulation heißt:
- Langsamer atmen
- Wärme zulassen
- Pausen ernst nehmen
- Zyklen respektieren
Nicht weil du schwach bist.
Sondern weil dein Körper klug ist.
Selbstführung heißt: Ich arbeite nicht mehr gegen mich
Frausein bedeutet nicht Drama.
Es bedeutet Tiefe.
Es bedeutet, den eigenen Rhythmus nicht als Problem zu sehen – sondern als Kompass.
Und vielleicht geht es am Frauentag nicht darum, Frauen zu feiern.
Sondern damit aufzuhören, uns selbst zu bekämpfen.
Mini-Reflexion für dich:
Wenn dein Körper morgen langsamer werden will – würdest du ihn ehren oder wieder übergehen?
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