Der Pfad des leuchtenden Kriegers - der Westen im Rad der schamanischen Heilung

Knapp 6 Monate nach „Dem Weg des Südens“, war es wieder Zeit zu den Schamanen nach Ibiza zurück zu fliegen…

Hoch angepriesenen hieß es: „…der Weg des Westen und damit des Jaguars, sei der schwerste Weg im Rad der Ausbildung. Die meisten gingen bei ihm verloren.“

Der Westen steht auch für das 2. Chakra und damit für unsere Emotionen & Gefühle, für den Weg hinter dem Tod und unseren Schatten.

Er ist der Weg des leuchtenden Kriegers – dieser verlangt von uns, uns dem zu stellen, was uns in der Dunkelheit gefangen hält und uns mit Angst erfüllt, und es in Liebe und Licht zu verwandeln.

Allerdings muss ich gestehen, dass dank meiner Arbeit der letzten Monate, ich diesen Weg als sehr hilfreich und wunderschön empfunden habe.

Starten wir ganz von vorne.

Hinflug nach Ibiza war letzte Woche Mittwoch Nachmittag. Im November ist es sehr kompliziert nach Ibiza zu kommen. Es ging mit einem kleinen Umweg über Barcelona hin & zurück.

Angekommen auf Ibiza

Gegen 22 Uhr Abends angekommen, übernachtete ich die erste Nacht in Ibiza City bei einer der Schamanen. Amilde begrüßte mich so liebevoll, dass ich mich gleich zuhause fühlte und die Anspannung 2 Tage nach dem Zen Fasten schon wieder los zu dürfen, sofort verflog.
Am nächsten Tag organisierten wir einiges für die Ausbildung und dann ging es gemeinsam mit ein paar Weggefährten raus aus Ibiza City zu Margaluna.

Tag 1 der Weg des leuchtenden Kriegers

Angekommen im Retreat vor Ort – war ich sofort mega happy. Ich kann nicht mal sagen woran es lag, aber es war schön zurück zu sein.
Da es an dem Tag seit Wochen das erste mal etwas regnete, fiel unsere standardmäßige Begrüßung mit der Tamascal aus. Verlegt von Donnerstag auf Sonntag.
Gespannt erzählten wir uns, was wir das letzte halbe Jahr erlebten hatten und wie wir mit „dem Weg des Südens“ gearbeitet hatten.
Als richtige Streberin hatte ich mega viel zu erzählen. Ich hatte in der Zwischenzeit schon mit der Illumination aktiv gearbeitet und viele andere leider nicht.
Die 4 wichtigsten Grundlagen vom „Weg des Helden“ wurden besprochen: Nicht mehr zu richten? Nicht anzuhaften? Nicht zu leiden und die Schönheit in allem zu sehen?
Ehrlich gesagt wurde mir da erst bewusst, wie viel sich diesbezüglich doch bei mir geändert hatte. Ein wirklich großartiger Start…

Tag 2 Start des Westen mit 3 Ahnen

Ein Grundprinzip im Westen ist, dass man Heilung in seine Ursprungsfamilie bringt. In meinem Fall kamen folgende Personen: Meine Mam, was mir sofort klar war. Sie ist der wichtigste Mensch für mich aus meiner Familie.
Mein Dad, mit dem ich jahrelang immer etwas im Unverständnis war.
Und zu meiner Überraschung mein Großvater väterlicherseits, welchen ich nicht wirklich kenne und zuletzt als Kleinkind getroffen habe.
Das schien also schon mal spannend zu werden.

Passend zu den 3 Personen, wurden unsere 3 Steine zugeteilt: Die Angst, die Wut und der Schatten.

Außerdem mit im Thema das Dreieck unserer Vergangenheit: Opfer, Täter & Retter Rollen

Zuerst hieß es aber mit den Ahnen zu starten. 

3 Briefe für jeden sollten in den nächsten 24 Stunden entstehen.
Ein toxischer Brief, mit Verurteilungen, Unverständnis und allem was dazu gehört.
Ein Brief der Heilung und des Verständnisses. Was wollen wir beide heute gemeinsam heilen? Wieso sind genau wir in diesem Leben aufeinander getroffen?
Und der letzte Brief wofür ich dir in diesem Leben dankbar bin?

Mega spannend war der erste Tag. Es gab viele Erkenntnisse und Schatten, die ich vorher nicht sehen konnte. Und natürlich Verständnis.

Tag 3 der Ausbildung

Schon ganz gespannt was uns noch erwarten kann, starteten wir mit einer Liste, welche wir erstellen sollten. Alle Menschen unseres Lebens sollten darauf stehen, mit denen wir jemals Streit oder ein Unverständnis hatten, die wir beneideten oder die uns nicht mochten. Vor allem aber auch alle Enttäuschungen und Ex-Freunde sollten Bestandteil sein.
Mein Kopf sagte sofort: „Ah das kenne ich. Da habe ich schon viel aufgeräumt und gemacht. Meine wird nicht lang.“
3 Stunden später hatte ich eine Liste von knapp 60 Menschen. Ziemlich überwältigt davon ging es weiter mit allen Verhaltensweisen, Ansichten und Handlungen anderer Menschen, die ich verurteilte. Auch diese wurde länger als gedacht.

Die Idee: alles in uns zu heilen und zu erkennen, dass alles im Außen ein Spiegel von uns ist.
Was ich noch super spannend fand: der Unterschied zwischen weißem und schwarzem Schatten nach Ansicht der Schamanen. 

Der schwarze Schatten sind Dinge, die wir in uns nicht sehen, aber im außen. 

Der weiße Schatten sind Dinge, die wir im außen anerkennen, aber in uns nicht sehen können.

An dem Tag Nachmittags fand dann auch endlich die Tamascal statt. Ziemlich passend für mich, konnten wir alle Emotionen aus dem Tag mit den vielen Erkenntnissen in die Dunkelheit mitnehmen.
Dieses Mal startete ich neben der Tür, da ich mir nicht sicher war, ob ich die Angst vor der Geburt, was die Tamascal auch immer gut darstellt dieses mal überstehen würde. Außerdem wollte ich meiner Freundin Sara helfen. Diese saß dann allerdings doch nicht neben mir.

Start der Tamascal: Erste Runde verlief diesmal erstaunlich einfach und ich war so überrascht, dass ich weiter rein rückte. Im hinteren Bereich staute sich mehr die Luft und es war auch enger zu sitzen. Am Ende überwand ich die Emotionen und genoss die Dunkelheit und meine aufkommende Angst, welche in mir hochkam. Überglücklich kletterte ich 3 Stunden später aus der Tamascal raus. Da wir den Tag über nur gefrühstückt hatten und wenig getrunken, sah allerdings mein Kreislauf die ganze Angelegenheit kritischer und ließ mich am Boden verharren. Na gut dachte ich, ich habe Zeit… Nach einer halben Stunde und etwas zu essen, ging es mir dann auch wieder richtig gut. Ich würde sogar sagen, besser als zuvor. Der nächste Tag konnte gefühlt kommen.

Tag 4 auf „dem Weg zum leuchtenden Krieger“

Ab diesem Tag schlief ich leider nur noch maximal 4 Stunden. Mein „Body and Mind“ versuchten die Geschehnisse zu verarbeiten. Erschöpft also schon am Morgen, ging es an diesem Tag los. 

Es hieß die Ängste anzugehen.

Die Schamanen unterscheiden 4 Grundängste:

  • …der Verlust der Identität
  • …vor der eigenen Schönheit in einem
  • …das eigene Potenzial zu entfalten
  • …vor Liebe & Intimität
 

Es galt zu erforschen, was die häufigste Grundangst ist. Mega spannend und etwas überrascht darüber erkannte ich meine Angst, die Schönheit zu sehen. Klar war mir vorher schon, dass mein eigenes Potenzial entfalten eine meiner Herausforderungen in diesem Leben ist.
Alles endete an dem Tag mit einer Illumination der Angst vor dem Tod. Da alle Ängsten letztendlich in ihr mündeten.

Tag 5 Konnte es noch spannender werden? Oh ja!

Zuerst erforschten wir an diesem Tag unsere Opferrolle in diesem Leben und wie wir uns im Leben verändert haben. Häufig kommen wir ja vom Opfer in die Täterrolle. Und so war es auch in meiner Vergangenheit. Doch es hieß keines der 3 mehr zu werden… Opfer – Täter – Retter

Die weitere Reise an diesem Tag, war die Reise in 3 früheren Leben via Hypnose und Trommeln.
Unsere Leben, sollten die bedeutendsten Leben für unser Heutiges sein, indem wir…

  • …am meisten gelitten haben
  • …unsere Kraft negativ für uns & andere genutzt haben
  • …unsere Kraft positiv für uns & andere eingesetzt haben
 

Meine Erkenntnisse? Jeder in der Gruppe erzählte Geschichten, wahr oder nicht wahr, die so einleuchtend für dieses Leben waren. Das es echt gruselig war.
Ich z.b. erlebte ein früheres Leben, in dem ich mein Volk verraten hatte und damit meine Kraft somit negativ eingesetzt hatte, dass ich lieber im jetzigen Leben im Schatten bleiben wollte. Am Ende ermordete ich mich selbst in dem vergangenen Leben. Und nun hieß es mir zu vergeben, unser Selbst zu erlösen und das Band in Liebe aufzulösen. Jedes Leben endete in „die Erlösung des Todes ins Licht“.

Gott sei dank, konnten wir auch an diesem Tag die Wut illuminieren. Die Wut, die letztendlich in der Wut über einen selber endet und mit Vergebung und Verständnis geheilt wird.

Tag 6 und damit auf „dem Weg in Richtung Ende“ blieb der Stein des Schatten übrig.

Viel hatten wir in den letzten Tagen über uns und unsere Schatten gelernt. Viel schon losgelöst, doch für mich war den Schatten zu lösen am heilendsten und schwierigsten. 

Mir alles zu vergeben, die alte Story loszulassen, keine Ausreden mehr zu haben, meine Power positiv für mich und andere zu nutzen und endlich loszulegen war mein geheiltes Bild.

Tag 7 Der letzte Tag „der Reise des Westens“

Nun ging es darum Energien aus unserem Körper zu lösen und das alte Ich sterben zu lassen. Somit also neugeboren zu werden. Dazu gab es eine wundervolle Zeremonie und ein paar Briefe.
Der erste: 

  1. Unsere Grabrede. Was starb heute? Was lassen wir hinter uns?
  2. Was ist heute geboren? Wie konkret lebt die neue Larissa?
  3. Ein Blessing für alle Ahnen, Familienmitglieder und Mitreisenden.

Bei einem zeremoniellen Feuer wurde alles verbrannt, was wir in den Tagen hinter uns ließen und alles gefeiert, was nun Teil unseres Lebens ist.

Es wird nicht so sein, dass wir niemals mehr Angst haben. Aber wir werden uns dessen gewahrt und agieren statt zu reagieren.
Wir werden noch immer wütend werden, aber wir werden uns gewahrt was das im außen mit uns im inneren zu tun hat.
Der Schatten wird immer noch hier und da da sein, aber wir werden uns auch dessen gewahrt.
Letztendlich ist alles im Außen ein Lehrer für unser Selbst.

Lasst uns mutig weiter voran schreiten, sodass wir ein wundervolles Leben uns kreieren.

Aho!